Alarmstufe weiß

Fast schien es, als ob der Klimawandel der Angela Merkel im Frührente-Hartz IV-Land das Aussterben einer seit der Erfindung des deutschen Ordnungssinns dominierenden Art geschafft hätte. Während der Winter in den vergangenen beiden Jahren auf Befehl der Kanzlerin zu Hause hinter dem Polarkreis abranzte, war es von Advent bis Fastnacht seltsam ruhig auf ostdeutschen Bürgersteigen. Lichtscheue Kreaturen, die dort sonst in aller unchristlicher Herrgottsfrühe ihr Unwesen trieben, fehlten zu dieser Zeit. Ich hatte sie schon beinahe vergessen. Bis zu jenem Morgen im letzten November. Es schneite wieder wie zu Zeiten vor der Großen Koalition. Ich schlug die Augen auf und mir wurde klar, sie sind zurück! Unüberhörbar. Dieses Schaben und Klopfen, das vom Gehweg draußen an mein Kopfkissen drang, verriet sie. Jener Schneeschieberrabatz, der einem blitzartig die Gänsehaut auf den Rücken und das schlechte Gewissen eines ganzen Jahres durch die Innereien treibt. Du pennst noch, während die anderen jetzt für dich mit schuften müssen. Hast es wieder mal verpasst. Ich fühlte, wie sie verbittert ihre Blicke an mein Fenster schossen.

Wie es weiter geht, steht im Buch ALARMSTUFE WEISS...