Tschüss Teufel – willkommen Beelzebub!

© Foto: Norman27Seit in Japan die Kerne schmelzen, hat die deutsche Politik die Propagandamittel für den Klimawandel mit einem Mal gestoppt. Die Grünen stellen einen Ministerpräsidenten, die neuen fernseh- und radioaktiven Strahlebacken der FDP fordern wendehälsig die schnelle Abschaltung der Atomkraftwerke und beide zusammen werden mit den Mächtigen der Windkraftindustrie eine Party gefeiert haben, bei der sich zum Schluss alles nur noch gedreht hat. „Ein Hoch auf Hiro … äh … Fukushima!” werden sie gegrölt haben. „Dieses Jahr machen wir alle AKWs tot und bauen nur noch Windräder. Überall hin, flächendeckend – mitten rein in die nutzlos dahinvegetierenden Landschaften. Deutschlandweit! Prost!”
Zum Verständnis: Atomkraftwerke sind gefährlich und müssen Schritt für Schritt verschwinden. Doch Windräder sind die brutalstmögliche Alternative. Denn:
Bei Atomenergie KANN es zur Katastrophe kommen – Windräder SIND die Katastrophe. Sie sind die permanente Katastrophe – 24 Stunden – an jedem Tag.
Zum Beispiel ein optischer GAU: Die Windparks wirken wie Spargelfelder nach einem Atomunfall – wo die Pflanzen im Strahlengebiet zu Riesenmonstern mutiert sind. Windräder sind ein Ergebnis von kurzsichtigem Pragmatismus – und Pragmatismus ist die Wurzel aller Hässlichkeit.
Liebliche Landschaften werden mit ihnen vergewaltigt. Immobilien, in deren Nähe Windparks errichtet werden, sind in Windeseile wertlos – eventuell noch bevor der Kredit abbezahlt worden ist. Die ständige Bewegung, das ständige Drehen und der Infraschall machen die Menschen langsam krank: Bluthochdruck, Schlafstörungen, Tinnitus. Die Rotorblätter erschlagen vorbeifliegende Vögel. Windparks verschrecken mögliche Touristen. Windkraftanlagen sind unrentabel – nicht nur weil der Wind oft nicht weht, sondern weil sie dauernd kaputt sind. Die häufig einschlagenden Blitze verändern die Materialstruktur in den Getrieben, so dass die Zahnräder brechen. Versicherungen, sofern sich überhaupt welche finden, die dieses Risiko übernehmen, verlangen zu Recht gigantische Beiträge. Je mehr Windparks gebaut werden, um so mehr Stromleitungen müssen durch Wald und Flur geschlagen werden. Und so weiter…
Windparks auf dem Lande sind die Ausgeburt von Öko-Heuchelei, Aktionismus, Profitgier und politischem Machtkalkül.

Es stellt sich die Frage: Warum wehrt sich fast keiner dagegen? Warum lassen die Menschen sich das gefallen?

Wahrscheinlich verfallen viele Deutsche in solchen Situationen automatisch in die alte deutsche Starre. „Die dort oben” müssen nur die größtmögliche Katastrophe mit der größtmöglichen Selbstverständlichkeit und Rücksichtslosigkeit durchpeitschen, dann ziehen alle reflexartig den Kopf ein. Dazu noch medienwirksam ein Ziel aufbauen: Bis dann und dann haben wir es geschafft, aber bis dahin müssen wir alle gemeinsam kämpfen.
Da hält der kleine Bürger still und sagt sich: Hier kann ich sowieso nichts ändern. Ich verbrenn´ mir lieber nicht das Maul, sonst holen sie mich noch ab.
Windenergie ist politisch gewollt und „politisch gewollt” heißt übersetzt: Staatsbefehl. Keine Widerrede.
Die Gegend bei Nauen und die Landschaft entlang der Autobahn nach Rostock zeigen vorbildlich wie es in Potsdam aussehen könnte. Auf dem Platz der Einheit ist noch Platz! Bäume weg und her mit drei Windrädern – jedes einhundert Meter hoch!

Loti Kioske April 2011

(Das war mein Beitrag bei einem „Opinion Slam” 2011 in Potsdam. Wer es zu ernst nimmt, versteht es bitte als Satire.)